Energie | Biogasanlagen

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Ökostrom: Biogasanlagen

Wie funktioniert es?

Trevi baut zusammen mit BiogasTec Anlagen für die anaerobe Vergärung, auch Biogasanlagen genannt. Eine Biogasanlage ist eine Anlage, die -wie der Name schon sagt- Biogas produziert. Dieses Gas ist eine erneuerbare Energiequelle auf Basis organischer Stoffe. Dieses organische Material kann Gülle, Abfall und/oder Energiepflanzen sein.

Biogas ist auf keinen Fall neu. Die spontane Vergärung von organischem Material unter Gasbildung ist ein natürlicher Prozess. Das Verfahren, bei dem Gas entsteht, wurde schon in der Antike angewandt. Eine Biogasanlage sorgt dafür, dass das Biogas unter kontrollierten Umständen optimal geformt wird.

Der Prozess geschieht in Abwesenheit von Luft (anaerob) und besteht aus 4 aufeinanderfolgenden mikrobiologischen Prozessen: Hydrolyse, Acidogenese (Fermentation), Acetogenese und Methanbildung. Die komplexe organische Masse (Biomasse) wird über diese verschiedenen Phasen schließlich in Biogas umgesetzt. Biogas ist eine Mischung aus hauptsächlich Methan und Kohlendioxid. Hierunter finden Sie eine Übersicht.

Schema

Das Grundkonzept ist jedes Mal das Gleiche: eine optimale Mischung von Eingangsströmen wird in einem großen Rührbehälter, dem Vergärer, zusammengeführt, der auf der erforderlichen Temperatur gehalten wird. Der Vergärungsprozess sorgt dafür, dass einerseits Biogas und andererseits ein Gärrückstand entsteht. Das Biogas wird weiter als Brennstoff für die Erzeugung von grünem Strom und Wärme benutzt. Der Gärrückstand ist ein Düngemittel, das nach Verarbeitung oder Nichtverarbeitung in der Landwirtschaft vermarkt wird. Der Gärrückstand kann weiter mit bewiesenen Düngeraufbereitungstechniken behandelt werden (Nitrifikation/Denitrifikation/Verdampfung).

Hierunter finden Sie ein Beispiel von einem Agrarvergärer (Agrikracht, Standort Rumbeke), die erwähnten Zahlen dienen lediglich als Richtwert.

Anwendungen

Als Einsatzstoffe werden vor allem organische biologische Abfallströme benutzt, gegebenenfalls durch Gülle und/oder Energiepflanzen ergänzt. Biogas kann auch aus Abfallwasser oder aus historischen Abfalldeponien gewonnen werden.

Biogas wird heutzutage meistens als Brennstoff für einen Gasmotor mit Wärme-Kraft-Kopplung (KWK) eingesetzt. Ein entsprechender Generator sorgt für die Erzeugung von nachhaltigem grünem Strom, der in das Netz eingespeist wird.

Auch die weitere Aufbereitung von Biogas zu einer ähnlichen Qualität wie Erdgas gehört zu den Möglichkeiten. In diesem Fall spricht man von Biomethan, das in das Erdgasnetz eingespeist werden kann oder als Transportkraftstoff (bio-CNG) benutzt werden kann, nachdem es auf Druck gebracht wurde.

Projektbeispiel

Zusammen mit BiogasTec wurden schon 5 Anlagen realisiert::

  • Agrikracht – Rumbeke: 35.000 Tonnen, 835 kWe
  • G.S.L. – Halle: 35.000 Tonnen, 1131 kWe
  • Agrikracht – Moorslede, 48.000 Tonnen, 1486 kWe
  • Digrom Energy – Ardooie, 89.000 Tonnen, 2 x 1486 kWe
  • Leiestroom – Menen, 95.000 Tonnen, 3 x 1486 kWe

Ansatz

Jedes Biogasprojekt ist einzigartig. Mit dieser Idee fängt man jedes Mal an, um eine optimale Konzeptualisierung und Dimensionierung des Projektes auszuarbeiten. Unter Berücksichtigung des Inputs (Dünger, Mais, Abfall) und des Outputs (Dünger, Elektrizität, Wärme) wird nach Synergien gesucht, um auf diese Weise äußerst rentable Projekte zu realisieren. Die vollständige Projektentwicklung wird von der Schwesterfirma BiogasTec begleitet. Mehr Info steht Ihnen zur Verfügung auf der Webseite www.biogastec.com.Die produzierte Elektrizität wird von der Schwesterfirma Trevion vertrieben.