Im Blickpunkt | Lanxess - rechte Uferseite

Projekt

Beschreibung

LANXESS spielt eine führende Rolle im Bereich Spezialchemikalien und ist weltweit tätig bei der Produktion von Spezialchemikalien, Halberzeugnissen, Kunststoffen und Synthetikkautschuk. Am Standort Lillo, Antwerpen, produziert LANXESS Caprolactam und Polyamide. Die Aufbereitungsanlagen von LANXESS erzeugen verschieden Abwasserströme, die in der Abwasserbehandlungsanlage behandelt werden.

Überblick über einen Teil des Caprolactam-Komplexes

Auf dem Gelände wird unterschieden zwischen Industrieabwässern, die nicht biologisch behandelbar sind und die biologisch behandelt werden können. Das nicht biologisch behandelbare Abwasser wird einer Neutralisierung und einer Vorklärung unterzogen. Das biologisch behandelbare Abwasser einschließlich des Abwassers aus den sanitären Anlagen beider Betriebe, wird in einer biologischen Abwasserbehandlungsanlage behandelt. Die biologische Wasseraufbereitung umfasst folgende Stufen: Neutralisierung, Vorklärung, Denitrifikation, Belüftung, Nachklärung und Schlammflotation.  Bei Bedarf kann das behandelte Abwasser  in einem oder zwei parallelen Kühltürmen gekühlt werden, damit die erforderliche Ableitungstemperatur gemäß der Norm erreicht wird. Das Abwasser wird zum Schluss in die Zeeschelde eingeleitet.

Da der Belebtschlamm durch die Zersetzung organischer Stoffe ständig wächst, muss ein Teil des Rücklaufschlammes entsorgt werden, um einen konstanten Schlammgehalt zu erhalten. Um die Kosten der Entwässerung zu reduzieren, wird dieser Schlamm in einer Dekanterzentrifuge mechanisch entwässert und auf ca. 20 % Trockensubstanz eingedickt. Dieser Zentrifugenprozess wird durch den Beitrag von Polyelektrolyt und Eisenchlorid zum Injektionsschlamm optimiert.

Realisierung

Am Standort Lillo wurde im Sommer 2014 die Polyamidfabrik in Betrieb genommen. Aus der Analyse, die von Trevi geführt wurde, ging hervor, dass eine zusätzliche Belüftungskapazität für die biologische Abwasserbehandlung erforderlich war, um künftig die Emissionsnormen einhalten zu können.

An jedem der vorhandenen parallelen Belebungsbecken wurde ein zweites Belebungsbecken mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1500 m³ errichtet und in Betrieb genommen. Die zusätzlich erreichte Belüftungskapazität von 2 x 2125 Nm³/h ermöglicht eine zusätzliche CSB-Aufbereitungskapazität von 7 Tonnen pro Tag. Diese Belebungsbecken sind mit energieeffizienten, feinblasigen Plattenbelüftern der Firma Trevi ausgestattet. Die gesamte Wasseraufbereitungsanlage wird täglich in enger Zusammenarbeit mit Trevi gesteuert und überwacht. Die Ausdehnung der Belebungsbecken reduziert die Schlammbelastung. Dadurch wird eine geringere Restkonzentration organischer Komponenten am Einleitungspunkt erreicht und die Abwasserabgabe entsprechend reduziert. Außerdem wird eine bessere Schlammqualität mit positivem Einfluss auf die Trennung von Schlamm und behandeltem Abwasser erzielt. Dies ermöglicht eine stabile Prozesskontrolle.

Detailbild Belüftung (luchtkollektor - Lüftungspaneele)