Im Blickpunkt | Van Honsebrouck

Projekt

  • Bau einer biologischen Wasseraufbereitung
  • Kapazität: 280 m³/T, 1,1 Tonnen CSB/Tag

Überblick

Van Honsebrouck Belgium ist ein Brauer unter anderem von Kasteelbier, Brigand, Bacchus und den Fruchtbieren des Riesen St. Louis. Im Jahr 2014 beschloss die Brauerei, ihre gesamte Produktion aus dem eingeschlossenen Stadtzentrum von Ingelmünster auf ein großes Areal von 5 ha in Izegem zu verlagern. Obwohl nur 1,5 km weiter entfernt, war diese Entscheidung notwendig, um der stetig wachsenden internationalen Nachfrage in der Branche gerecht zu werden.
Am neuen Standort wird das Abwasser nicht mehr in die öffentliche Kanalisation, sondern in den Nebenfluss Mandel eingeleitet. Eine neue STI war daher unumgänglich. Im Hinblick auf die geplanten Produktionsausweitungen wurde ein Abwasserstrom von 275 m³/Tag berücksichtigt, d. h. > 50% höher als derjenige, der unmittelbar nach dem Umzug erreicht werden würde. Die angenommenen Abwasserkennwerte sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

CSB

4 025

mg O2/l

BOD

2 022

mg O2/l

Schwebstoffe

597

mg SS/l

 

Trommelsieb Einfluss

Detailbild Belüftung

Realisierung

Für die Wasseraufbereitung wurde ein kontinuierlich aktiviertes Schlammsystem ohne vorpositionierte Anaerobie gewählt. Nach eingehender Analyse erwies sich dies aus folgenden Gründen als die ideale Lösung:

  • Die Zusammensetzung des Abwassers ist äußerst variabel (1500 mg CSB/L  > 7500 mg CSB/L. Dies kommt einer stabilen anaeroben Umgebung nicht zugute.
  • Selbst bei einer Anaerobie wäre eine umfangreiche Aerobie erforderlich, um die strengen Entlastungsnormen zu erreichen. Dies führte zu Platzmangel und höheren Investitionskosten.
  • Ohne Anaerobie ist das Verfahren wesentlich einfacher, was dank des energieeffizienten Belüftungssystems von Trevi die Betriebskosten auch ohne Energierückgewinnung senkt.

Das aerobe Wasserreinigungssystem besteht aus einer Pumpengrube, einem Trommelsieb, einem Puffer, einer Biologie, einer Nachsinkanlage und einer Belüftungsschlammmineralisierung. Der Pumpensumpf ist als unterirdischer Brunnen (10 m3) mit dreifach redundantem Pumpensystem ausgelegt, der für CIP-Wasser bis 80°C geeignet ist. Der Puffer hat ein Fassungsvermögen von 1000 m3 und erfüllt damit den Produktionsstillstand in den Sommermonaten und die unregelmäßige Abwasserproduktion in den restlichen Monaten des Jahres. Die Biologie hat ein Volumen von 2000 m3.