Wasser | Chromreduzierung

Drucken

Physikalisch-chemische Abwasseranlage: Chromreduzierung

Ziel

  • Umwandlung vom toxischen Cr6+ in Cr3+

Wie funktioniert es?

Chrom wird in der Metallverarbeitung (Legierungen, Maschinenbau,...), in der Oberflächenbehandlung von Metallen (Chromkonverter, Passivierung,...), in Lackprodukten, Reinigungsprodukten, etc. eingesetzt. Obwohl immer mehr alternative chromfreie Verfahren eingesetzt werden, fallen in bestimmten Fällen chromhaltige Abwässer an. Es ist zu unterscheiden zwischen sechswertigem Chrom (CrVI+) und dreiwertigem Chrom (CrIII+).

Sechswertiges Chrom, das unter anderem in Chromaten (CrO42- en Cr2O72-) enthalten ist, ist ein hochgiftiger Bestandteil, der auch krebserregende Eigenschaften besitzt. Bei der Abwasserbehandlung geht es darum, dieses sechswertige Chrom zu dreiwertigem Chrom zu reduzieren. Diese Komponente kann anschließend über eine konventionelle physikalisch-chemische Abwasserbehandlungsanlage entfernt werden.

Prinzip und Schema

Das Chromat/hexavalente Chrom wird in saurer Umgebung unter Verwendung eines Reduktionsmittels in Cr3+- Verbindungen umgewandelt. Natriumbisulfit ist ein weit verbreitetes Reduktionsmittel. Eine pH- und Redox-Sonde steuert die Dosierung von Chemikalien. Die Reaktion ist wie folgt:

H2Cr2O7 + NaHSO3 + H2SO4 => Cr2(SO4)3 + 3 NaHSO4 + 4 H2O

Projektbeispiel

Eine physikalisch-chemische Abwasserbehandlungsanlage mit Chromreduktion in einer Anlage zur Herstellung von Bauteilen für Flugzeuge mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen. Diese Aufbereitungsanlage wurde von Trevi durchgeführt und wird von Trevi überwacht.

chroomreductieDraufsicht der physikalisch-chemischen Reinigung mit Chromreduktion

Betriebskosten

Die Hauptbetriebskosten sind die Kosten für Chemikalien zur Prozesssteuerung und der Verarbeitung des anfallenden Metallschlamms.

Ansatz von Trevi

Trevi unterscheidet an der Quelle zwischen chromhaltigem und chromfreiem Abwasser. Nur die Abwasserströme, die sechswertiges Chrom enthalten, werden einer Chromreduktion unterzogen, so dass das Abwasser, das das reduzierte Chrom (CrIII+) enthält, mit dem chromfreien Abwasser im Koagulationsflockungsprozess Koagulations-Flockungsverfahren behandelt werden kann. Neben der Reduzierung der Chemikalienkosten ermöglicht dies auch den Bau von kompakten Kläranlagen. Um die gewünschten Behandlungsergebnisse für eine neue Kläranlage zu gewährleisten, wird die Dimensionierung dieser Anlage vorzugsweise durch Pilotversuche unterstützt.