Wasser | Koagulation - Flockung

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Physikalisch-chemische Abwasseranlage: Koagulation - Flockung

Ziel

Wie funktioniert es?

Feine Schwebeteilchen und kolloidale Verunreinigungen sind im Wasser stabil und setzen sich nicht oder nur sehr langsam ab. Ein Absetzbecken oder Lamellenseparator reicht daher nicht aus, um diese Stoffe aus dem Abwasser zu entfernen. Der Koagulations- und Flockungsprozess löst dieses Problem, indem die feinen Partikel zu gut abtrennbaren Flocken agglomerieren. Der Prozess besteht aus drei Schritten: Koagulation, Neutralisation und Flockung.

  • Durch die Verabreichung eines Koagulierungsmittels wie Eisentrichlorid (FeCl3) oder Aluminiumsulfat (AlSO4) an das Abwasser verbinden sich die fein verteilten Schwebstoffe und die kolloidale Verunreinigung zu kleinen Flocken.
  • Da der Koagulationsprozess bei einem neutralen pH-Wert optimal ist, ist nach der Koagulation oft ein pH-Korrekturschritt erforderlich.
  • Ein letzter Schritt ist die Vergrößerung der Flocken durch Dosierung eines Polymers. Die Flocken können dann durch Sedimentation oder Flotation vom gereinigten Wasser getrennt werden.

Schema

Anwendungen

Es gibt viele Anwendungen, bei denen das Verfahren der Koagulationsflockung zum Einsatz kommt. Hier sind einige Beispiele:

  • Aufbereitung von Prozess- oder Trinkwasser aus Oberflächenwasser
  • Physikalisch-chemische Behandlung von Abwasser. Häufig ist dies mit der Entfernung von Phosphor und/oder der Entfernung von Schwermetallen verbunden. Unter anderem:
    • Automobilindustrie und Oberflächenbehandlung von Metallen
    • Lagerung von Schrott, Rohstoffen
  • Vorreinigung von Abwässern, die viel Fett oder Schwebstoffe enthalten, vor der biologischen Wasseraufbereitung. Unter anderem:
    • Tankreinigung, Abfallentsorgung
    • Lebensmittelindustrie (Schlachthöfe, Fleischverarbeitung, Molkereiprodukte, Backprozesse, Öle, etc.)

Projektbeispiel

Mobile physikalisch-chemische Reinigung

Betriebskosten

Neben den Investitionen in die Behandlungsinfrastruktur fallen auch Betriebskosten für die physikalisch-chemische Entfernung von Schwermetallen aus dem Abwasser an. Dies betrifft vor allem die Kosten für Chemikalien und die Entsorgungskosten für den physikalisch-chemischen Schlamm

Ansatz von Trevi

Trevi versucht immer zu untersuchen, ob die Kosten der physikalisch-chemischen Wasseraufbereitung optimiert werden können, wenn ressourcenbegrenzende Maßnahmen getroffen werden oder wenn bestimmte Teilströme separat behandelt werden. Die effizientesten Chemikalien und die entsprechenden Dosierungen werden auf der Grundlage von Jar-Testen ermittelt, wobei von einem minimalen Chemikalienverbrauch und einer geringen Schlammproduktion ausgegangen wird.