Wasser | Sequentieller Batch Reaktor

Drucken

Biologische Abwasseranlage: Sequentieller Batch Reaktor (SBR)

Ziel

  • Entfernung organischer Substanzen (TOC, CSB (COD), BSB (BSB), etc.)
  • Abbau von biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln, Ölen und Fetten, ...
  • Stickstoffentfernung (Ammonifikation, Nitrifikation, Denitrifikation)
  • Phosphatentfernung (Phosphatelimination)

Prinzip

Eine mögliche Ausführungform der biologischen Wasseraufbereitung ist der Batch-Reaktor. Um die Kosten eines Nachsinkers zu vermeiden, werden der Reinigungsprozess und die Sedimentation manchmal im selben Becken durchgeführt. Die verschiedenen Teile des Reinigungsprozesses werden abwechselnd nacheinander durchgeführt. Diese Art von Kläranlage wird als Sequenzierungs- (oder sequentieller) Batch-Reaktor (SBR) bezeichnet. Der Aufreinigungsprozess in einer SBR-Anlage besteht aus mindestens vier Schritten:

  1. Abwasserzufuhr

  2. Belüftung

  3. Sedimentation

  4. Abfluss vom gereinigten Wasser

Bei der biologischen Stickstoffentfernung wird dem Prozess ein weiterer anoxischer Schritt hinzugefügt. Das bedeutet, dass der Reaktor gemischt, aber nicht belüftet wird.

Schema

Anwendungen

SBR-Wasseraufbereitung ist oft interessant für Abwässer mit hoher organischer Belastung. Der Nachteil dieser Technik ist, dass kontinuierliche Abwasserströme einen Puffer benötigen, um das Abwasser während der Sedimentations- und Abflussphase zu speichern. Manchmal werden mehrere SBR-Reaktoren nebeneinander eingesetzt, die jeweils einen Reaktor speisen.

Ausführungsmöglichkeiten

Die biologische Wasseraufbereitung kann auf verschiedene Weisne erfolgen. Die Hauptunterschiede liegen in der Trennung zwischen den Schlammflocken und dem gereinigten Wasser. In einem Sequentiellem-Batch-Reaktor (SBR) wird der Belüftungs- und Sedimentationsprozess im selben Reaktor durchgeführt. In einem kontinuierlichen System lagern sich die Schlammflocken in einem Nachsinkbehälter ab. In einem Membranbioreaktor (MBR) erfolgt die Trennung mittels Membranen.

Betriebskosten

Neben der Reinigungsinfrastruktur fallen auch Betriebskosten für die biologische Abwasserreinigung an. Die Hauptbetriebskosten sind die Energiekosten für die Belüftung und Aufbereitung des anfallenden Klärschlamms.

Ansatz von Trevi

Beim Entwurf einer biologischen Wasseraufbereitung setzt Trevi auf ein hocheffizientes feinblasiges Belüftungssystem. Dies ermöglicht neben der Senkung der Energiekosten auch den Bau von kompakten Kläranlagen mit extrem geringer Schlammproduktion.