Wasser | Aktivkohlefiltration

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Tertiäre Wasseraufbereitung: Aktivkohlefiltration

Ziel

  • Adsorption organischer Substanzen, organischer Mikroverunreinigungen, Organochlorverbindungen
  • Entfernung von PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Prinzip

Viele Abwässer enthalten auch nach der Reinigung eine hohe Konzentration bestimmter organischer Mikroverunreinigungen oder CSB. Eine zusätzliche Aktivkohlebehandlung ist oft der wirtschaftlichste Weg, diese Schadstoffe zu entfernen. Auch für die Wiederverwendung von Prozesswasser kann eine Aktivkohlefiltration erforderlich sein.

Aktivkohle wird aus Kokosnüssen und Kohle hergestellt und adsorbiert eine Vielzahl organischer Stoffe. Dies geschieht dank der hydrophoben Eigenschaften und dem großen internen Netzwerk von Mikroporen und Makroporen. Die Aktivkohle ist mit der Zeit mit organischen Substanzen gesättigt und muss ersetzt oder reaktiviert werden. Dies geschieht in der Regel extern, durch den Lieferanten, und kann mit Dampf oder durch Erhitzen erfolgen.

In der Wasseraufbereitung kommen zwei Varianten zum Einsatz, nämlich die Dosierung von pulverförmiger Aktivkohle in einer bestehenden Wasseraufbereitungsanlage oder die Aktivkohlefiltration mit granulierter Aktivkohle als zusätzlicher Reinigungsschritt.

Schema

Beispiel: Aktivkohlefiltration mit granulierter Aktivkohle

Anwendungen

Aktivkohle kann eine Lösung für verschiedene Wasserreinigungsprobleme bieten:

  • Einige organische Substanzen sind nicht oder nur langsam biologisch abbaubar und werden bei der biologischen Wasseraufbereitung nicht ausreichend entfernt
  • Einige Abwässer enthalten giftige Substanzen und sind daher nicht für eine biologische Wasserreinigung oder Stickstoffabscheidung geeignet.
  • Nach der physikalisch-chemischen Wasseraufbereitung muss manchmal auch eine kleine Menge organischer Moleküle entfernt werden.
  • Entfernung geringer Restkonzentrationen organischer Substanzen aus Trinkwasser, Prozesswasser oder Grundwasser.

Ansatz von Trevi

Aktivkohle ist relativ teuer, vor allem im Hinblick auf die biologische Entfernung organischer Stoffe, und sollte vorzugsweise nur dann eingesetzt werden, wenn sie kostengünstig ist. Aus diesem Grund prüft Trevi immer, ob quellenbegrenzende Maßnahmen in der Produktion oder Optimierungen auf der Ebene der Wasseraufbereitung keine Lösung bieten. Darüber hinaus können auch andere tertiäre Behandlungstechniken evaluiert werden.